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SURREALISMUS

Surrealismus

Auf der Suche nach einem revolutionären Wandel in Kunst und Leben.

Surrealismus entstand in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts. Diese Richtung wird als Kunst gegen traditionelle Ordnung bezeichnet. Diese Kunst ist nicht nur in der Literatur, sondern auch in Film, Bildhauerei und Malerei vertreten. Surrealismus entwickelte sich aus Dadaismus. Einige Surrealisten identifizierten sich auch mit Dadaisten. Sie suchten aber vor allem nach neuen Sachen. Sie möchten eine unabhängige Kunst. Alles, was übernatürlich und unwirklich war, war ebenso surrealistisch. Die Künstler flohen von der Realität ins „wirkliche Leben.“ Sie wurden von Freuds Psychoanalyse beeinflusst. Sie versuchten auch über ihr Unterbewusstes und über ihre innere Traumwelt zu schreiben. Das charakteristische Merkmal ist über das Fantastische, Absurde, Traumhafte und Unbewusste zu schreiben.

Die Dadaisten und ebenfalls Surrealisten werden von den revolutionären Ideen geprägt. Sie lehnten Konventionen und bürgerliche Normen ab. Die surrealistischen Schöpfer wollten eine neue Wirklichkeit erwecken. Meditationen, Drogen und Träume sind Möglichkeiten um das „surrealistische Denken“ zu entwickeln. Die Künstler, die dies erlebten, versuchten diese Erfahrungen in Bildern festzuhalten. Der Schriftsteller im Sinne des surrealistischen Denkens ist Magier. Er ist der begabte Zauberer von dem höchsten Gott gesegnet.

Einer der surrealistischen Theoretiker war der französische Künstler André Breton. Im Jahre 1919 gründete er mit anderen Schriftstellern Dada und es war fast parallel zum Surrealismus als Stil der modernen Kunst. Das wichtigste Jahr für Surrealismus war jedoch 1924. In diesem Jahr verfasste Breton das Manifest des Surrealismus und ab diesem Jahr kann Surrealismus selbstständig stehen. Der Begriff Surrealismus hat zum ersten Mal Guillaume Apollinaire benutzt. Sein Theaterstück Les Mamelles de Tirésias trägt den Untertitel „das surrealistische Drama“ und wurde im Juni 1917 uraufgeführt.

 

Die surrealistische Gruppe, deren Kunst als revolutionär bezeichnet wird, vereinigte sich um Breton. Er mit Louis Aragon und Philippe Soupault veröffentlichten die Zeitschrift Littérature. In dieser Zeitschrift werden surrealistische Vorstellungen diskutiert. Breton propagierte Kreativität und Fantasie regte viele an. Die Vernunft sollte man dabei nicht benutzen. Wie es bereits erwähnt wurde, sucht die surrealistische Strömung nach neuen Zielen. „Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.“ Das, was neu ist, zeigt sich auch in der Sprache und in ihrer Symbolik. „… um auf ihr ein neues Denken, eine neue Weltbeziehung und letztlich sogar eine neue Welt begründen zu können.“ Wenn sich die Sprache nicht verändert, kann sich unsere Gesellschaft auch nicht verändern. Die Künstler waren natürlich gegen Vorurteile der bürgerlichen Gesellschaft, gegen abgelebten Konventionen des Fühlens und Denkens. Die Surrealisten konzentrieren ihre Attacken vor allem auf die Funktion der Literatur und verteidigen die Poesie als Mittel authentischer Schöpfung. Die Surrelisten bemühen sich unter anderem um „Surrealisierung der Realität.“ Poesie ist nur das, was das Irreale behandelt.

Im Jahre 1924 wird Bretons erstes Manifeste du Surréalism in Paris herausgegeben. Dieses Manifest beeinflusste die Entwicklung des Surrealismus. Es gab auch das zweite surrealistische Manifest aus dem Jahr 1929, aber es war nicht so wesentlich wie das erste.

Der Surrealismus ist keine Schule, sondern die Strömung, von Breton geweiht. Im Jahre 1925 verband die Dichter wie Louis Aragon, Giorgio de Chirico, Salvador Dalí, Hans Arp, Pablo Picasso usw. Zu den Mitgliedern dieser Gruppe gehörte ebenso der tschechische Schriftsteller Vítězslav Nezval.